Nachrichten aus Palmströms Bärengarten

Nun ist es passiert. Uli hat gesagt, dass Sabine gesagt hat, dass Christof gesagt hat, ich könne doch einen Blog zu meinem Garten machen. Da nun heutzutage die Eltern machen dürfen, was die Kinder sagen (und nicht, wie früher, umgekehrt, mit anderem Modalverb). Sei’s drum. So sah’s aus am Anfang:

P1040514

Und was ich da und sonst so mache, werde ich hier gelegentlich mitteilen. Manchmal gibts auch ein Gedicht – mal sehen, ob mir DAS auch gelingt:

DER DURCHGESETZTE BAUM

Palmström läßt sich eine Kapsel baun,
und erfüllt dieselbe mit Alaun.

Hierauf pflanzt er sie in seinen Garten,
um den Wuchs des Kornes abzuwarten.

Regen fällt, und Sonne scheint darauf,
und die Erde nimmt das Korn in Kauf,

läßt sich täuschen oder denkt: dem Mann
macht es Spaß, und mir kommts nicht drauf an.

Und so treibt sie aus der Kapsel Hals
ein Alaunreis zierlich und voll Salz,

und das Reis erwächst, man glaubt es kaum,
bis zu einem wundervollen Baum.

Palmström (ohne vor Triumph zu turkeln!)
läßt den Baum von A bis Z ver-gurgeln,

und von jedermann, der Halsweh hat. –
Palmström wird der Favorit der Stadt.

Morgen werde ich den Geburtstag in Palmströms Bärengarten feiern – vielleicht wird ein Eintrag draus.

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6 Gedanken zu “Nachrichten aus Palmströms Bärengarten

  1. Pingback: Nachrichten aus Palmströms Bärengarten | Nachrichten aus Palmströms Bärengarten

  2. Die aktuelle Forschung hat nun in dem umfangreichen Palmström-Werk ein weiteres Opus entdeckt – bisher weder datiert oder gar zugeschrieben, dass geeignet scheint, an dieser Stelle veröffentlicht zu werden:

    Palmström pachtet einen Garten

    Palmström frisch emeritiert
    sitzt am Schreibtisch und sinniert,
    was das Leben bieten könne,
    das ja grade neu begönne.
    Und er sehnt sich fürs Futur
    eng am Busen der Natur.
    Palmström will nicht länger warten
    und erpachtet einen Garten.

    Dort umgibt ihn jenes Sein
    das mit seinem nicht gemein.
    Echte Vögel zwitscher munter,
    Ameisen Berg rauf, Berg runter
    Keckes Unkraut macht sich breit,
    fördert die Betriebsamkeit
    Palmström tauscht das Taschentuch
    (literarisch schon ein Fluch)
    gegen Sense, Spaten.
    (Sind die Zwiebeln schon geraten?)

    Um der Welt und seinen Lieben
    kund zu tun, wo er verblieben,
    Gründet er im “www”
    einen “Blog” mit der Idee,
    dass es ihm sehr wohl willkommen
    sei, wenn frisch aufs Korn genommen,
    was er täglich fabuliert
    (falls es wirklich interessiert).

    Als v. Korf die Mails erreichen
    sieht der viele Fragezeichen:
    War hier etwas prominent
    obwohl gar nicht existent
    (in dem Sinn der Konvention,
    die bürgerlich – Sie wissen schon …)?
    Ist es denkbar, ja reell,
    nicht zu sein und virtuell.
    Sah die Forschung hier zu spät
    einen Sprung der Qualität?

    Korf ist sich für nichts zu fein -
    schaut auch selbst in Netz hinein.
    Doch schnell kommt die Müdigkeit:
    Nichts als Wikis weit und breit.
    Schließlich schreibt er einen Brief
    an den Freund: Dies trifft mich tief!
    Hülfe es, den Pfad zu legen
    (wenn auch nur des Reimes wegen)
    zu dem Nichtsein wie mans dorf?
    Stets in tiefer Sorge. Korf.

    Palmström währenddessen schaut
    in die Brombeern – ganz vertraut -,
    wo ein Frosch gewitzt
    zwischen allen Dornen sitzt.
    (Dass er keinen Schaden nahm
    bei dem Sprung – wie das wohl kam?)
    Nichts verstört, was sonst die Welt
    gerade nicht zusammen hält.
    Und bleibt fortan als Erscheinung
    stets die doppelte Verneinung.

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